Das neue Jahr ist jetzt schon etwas mehr als einen Monat alt. Der Winter hat Hamburg immer noch fest im Griff. Minustemperaturen und ein eisiger Wind machen den Aufenthalt im Freien nicht gerade zum freudigen Ereignis. Dafür ist es zuhause um so gemütlicher – insbesondere in den Abendstunden, wenn die Liebsten nach einem langen Tag zusammen kommen, um zu essen, zu erzählen und zu lachen. Was kann da schöner sein?!

Wenn das Wetter in Hamburg so ist, wie es ist, erinnere ich mich gerne an die Zeit, als ich einmal im Winter bei Freunden in Slawonien – der nördlichsten Region Kroatiens, direkt an der Grenze zu Slowenien – war. In besonderer Erinnerung blieb mir das Essen und alles, was drum herum passierte: Eine einfache, unglaublich aufgeheizte Küche mit dem tollsten Herd, den man sich vorstellen kann, laute Gespräche und Frotzeleien über alle möglichen Dinge des Lebens, viel Wein, viel Bier, viel Schnaps. Und das beste Essen für genau diese kalte Jahreszeit und die mehr als eisigen Temperaturen. Es ist ein Ričet, ein Eintopf aus Bohnen, Graupen und geräucherten Schweinerippchen. Einfacher geht es kaum. Geschmackvoller auch nicht.

Ich finde, jeder kalte Winterabend sollte genau so sein – und so lange andauern, wie nur möglich!

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Es ist der erste Advent. Eine schöne Zeit beginnt: Die Vorweihnachtszeit. Alle Wohnungen und Häuser sind bereits geschmückt. Überall sieht man liebevoll arrangierte Lichter und andere Weihnachtsdekorationen. Auf dem Adventskranz brennt die erste Kerze.

An so einem Tag kann es nur gemütlich vonstatten gehen. Wem gebührt an diesem Tag die Ehre, die erste Kerze auf dem Adventskranz zu entzünden? Natürlich den Kindern! Und sofort kehrt eine wohltuende Wärme ins Haus ein. Ich finde, an dem ersten Tag der Vorweihnachtszeit darf etwas Selbstgebackenes nicht fehlen. Klar ist, dass man natürlich fast jeden Tag Plätzchen bäckt. Aber heute ist mal ein weihnachtlicher Apfelstrudel an der Reihe…

Der Strudel wird in Kroatien – angelehnt an das Deutsche – Štrudlin genannt. Oder eben auch Savijača. Bei diesem Kuchen spührt man den k.u.k.-Einfluss auf die kroatische Küche sehr deutlich. Um der Weihnachtszeit gerecht zu werden, verfeinere ich den Strudel mit Zimt und Walnüssen. So bekommt er auf jeden Fall den charakteristischen weihnachtlichen Geschmack.

Die Familie freut es. Mich auch. Die Aufregung – insbesondere bei den Kindern – steigt. Und wir starten gemütlich und entspannt in die Zeit des Jahres, die einen noch näher mit seinen Lieben zusammen rücken lässt.

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Gestern Abend lief im Ersten eine neue Folge von Tim Mälzers Lebensmittel-Check. Es ging um Fertiggerichte. Ich traute meinen Augen nicht, was ich da zu sehen bekam: Keine einzige frische Zutat, nur Produkte, angreichert mit künstlichen Aromastoffen, Geschmacksverstärkern und anderen Zusatzstoffen, von denen kein Mensch weiß, woher sie stammen und was sie dem Körper antun, wenn man sie verzehrt. Das ist nicht meine Welt. Und das will ich meiner Familie, meinen Freunden und mir auch nicht antun.

Zum Glück können wir frei entscheiden, wie wir kochen und womit. Und zum Glück gibt es noch die guten Produzenten, die kleinen spezialisierten Betriebe, Fleischer, Bauern und Hofläden, die frische und saubere Lebensmittel für uns bereit halten.

Dabei ist es doch das handwerkliche Kochen mit Liebe, Hingabe und frischen Zutaten, das einem die tägliche Dosis Glück beschert. Nicht nur für mich selbst, sondern auch für alle anderen, die mit mir am Tisch sitzen und sich einfach wohl fühlen. Wenn man wochentags abends zusammen sitzt, über den Tag und das Erlebte sprechen kann, wenn man zusammen kommt, um den Tag gemeinsam abzuschließen, dann ist es für mich das größte Glück, das ich mir vorstellen kann. Dann war es ein guter Tag – egal, was alles passiert sein mag.

Ein schönes Essen für einen Abend unter der Woche sind Schweinekoteletts in Tomatensauce – Svinjski kotlet u umaku. Es ist einfach und schnell, aber unfassbar aromatisch, denn es verbreitet den Geschmack der mediterranen Küche Dalmatiens: Dalmatinischer Speck, Knoblauch, Tomaten, Rosmarin. Eine perfekte Kombination. Und der Tag bekommt einen perfekten Abschluss…

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Es ist Sonntag. Ein typischer Herbsttag in Hamburg: Nieselregen und Kälte. Man möchte am liebsten gar nicht aus dem Haus gehen. Muss man ja auch nicht, denn ein Tag mit seinen Liebsten im gemütlichen Zuhause, ist wohl das angenehmste, was man an so einem Tag machen kann. Da geht es nach dem Ausschlafen – soweit man kann – vom ausgiebigen Frühstück übergangslos in den Nachmittag und Abend. Und schon ist der Sonntag vorbei – aber begleitet und erfüllt von leckerem Essen, Zeitunglesen, Musikhören, Telefonieren mit Freunden, Faulenzen, Spielen, Erzählen, Lachen und Schmieden von Plänen für die kommende Woche.

An so einem Tag fällt natürlich auch das Mittagessen etwas aufwändiger aus. Wie es überall in Kroatien typisch ist, kommt vor der Hauptspeise die obligatorische Suppe zum Einsatz. Ein absolutes Muss! Und ja: Es ist die richtige Jahreszeit für eine vollmundige Suppe mit Brokkoli, einem Gemüse, das eng verwandt mit dem Blumenkohl ist.

Ich habe diese Suppe in Perfektion bei Freunden in der Region um Dubrovnik herum gegessen – also in Süddalmatien. Sie ist typisch für diese Region und heißt demzufolge auch Dubrovačka juha od prokulice. Sie wird mit gerösteten Weißbrotwürfeln, also Croûtons, serviert und gegessen. Den besonderen Pfiff bekommt die Suppe durch die saure Sahne. Die leichte Säure verbindet sich vortrefflich mit dem Gemüse und macht die Suppe vollmundig und rund. Außerdem ist die Säure ein guter Appetitanreger für alles, was danach noch folgt.

Die Küche sieht nach so einem Tag natürlich wie nach einem Bombeneinschlag aus. Aufräumen kann man ja auch noch am Montag…

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Der Herbst in Hamburg ist in vollem Gange. Das Wetter ist entsprechend: Nass und kalt – wobei die Wettervorhersage für das Wochenende ganz optimistisch stimmt.

Das bedeutet aber auch, dass es an der Zeit ist, die vielen Herbst- und Wintergemüse in den täglichen Speiseplan einzuabreiten. Der Herbst ist perfekt für die vielen Suppen, Eintöpfe und die anderen deftigen Gerichte. Und finde ich nichts schöner, als einen großen Topf auf den gemeinsamen Tisch zu stellen, aus dem sich jeder nach Herzenslust bedienen kann – zugegeben, etwas hemdsärmelig. Aber genau das ist es, was einfache Gerichte ausmachen: Sie machen alle gleichermaßen glücklich. Die ganze Familie sitzt an einem Tisch, und jedem tut dieses Essen gut. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um einen Wochentag oder um ein Wochenende handelt. Es ist unheimlich erfüllend, wenn man das Glück der Liebsten beim Essen in deren Gesichtern erkennen kann.

Heute koche ich ein typisches Herbstgericht, das ich einmal bei Freunden auf der kargen Insel Brač – mitten in Dalmatien – genießen durfte. Es ist eine Suppe mit Blumenkohl – Bračka juha od cvjetače – und dem herrlich aromatischen dalmatinischen Schinken, dem Pršut. Die Suppe spiegelt den Charakter der Insel wider: Einfachste Zutaten, einfachste Zubereitung und ein direkter, schnörkelloser und vollmundiger Geschmack.

So geht es geschmackvoll und glücklich durch den Herbst…

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